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Vor vielen Jahren gab es von Bahlsen Kuchen im Glas zu kaufen, die Glasverpackung sah wie eine Gugelhupfbackform aus, und das ist wohl auch schon das einzig positive darüber zu sagen. Vegan war dieser Kuchen garantiert nicht, und die Liste seiner Inhaltstoffe dürfte eher an die Zutatenliste eines Chemiebaukasten, denn an ein Lebensmittel erinnern (Bahlsen sind ja auch die, die es – allerdings unter dem Namen Lorenz- fertig bringen Wasabi-Erdnüsse ohne auch nur die Spur von Wasabi herzustellen). Und im Einweckwahn habe ich mich dann mal an die Herstellung von veganem Marmorkuchen im Glas gewagt:

Für 6 Sturzweckgläser zu je 1/2 Liter:

  • 450 Gramm helles Weizen oder Dinkelmehl (Weizen)
  • 5 EL Speisestärke (Kartoffelmehl)
  • 1 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • 1 TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • 175 Gramm Rohrzucker + 1 EL zusätzlich (mit 200 Gramm wird es etwas süßer)
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1/2 TL ausgekratzes Vanillemark (die Schoten kommen ins Glas mit Zucker, damit daraus Vanillezucker wird)
  • 350 ml Sojamilch + 50 ml extra
  • 175 ml Raps- oder Sonnenblumenöl (Raps)
  • 4 EL Kakaopulver (kein Kaba oder sowas, richtiger Kakao!)
  • Öl oder Fett und Semmelbrösel oder geriebene Mandeln oder Haselnüsse zum Ausstreuen der Gläser
  1. Zur Vorsicht habe ich die Weckgläser und Deckel in kochendem Wasser sterilisiert und auskühlen gelassen und anschliessend eingefettet und mit einer Mischung aus Semmelbröseln und gemahlenen Haselnußkernen ausgestreut.
  2. Die trockenen Zutaten habe ich dann in eine Schüssel gesiebt und die flüssigen in einer weiteren Schüssel vermischt und dann in die Schüssel mit den trockenen Zutaten gegeben und gut vermischt. Der Teig ist etwas kompakt und zäh, was mich dann ziemlich verwirrte.
  3. Dann habe ich etwa 2/3 des Teiges auf die Gläser verteilt und den Rest des Teiges mit den Extramengen des Zuckers und der Sojamilch und dem Kakao vermischt und auch auf die Gläser verteilt.
  4. Jetzt noch die beiden Teigmassen mit einer Gabel ineinander verrühren. Tja, wenn das ginge, dazu ist der Teig nämlich zu zäh! Egal!
  5. Im Backofen bei 180°-190° C (oder 160°-170° Umluft, Gas Stufe 2-3) etwa 60 bis 70 Minuten backen. Wenn an einem in den Teig gestochen Hölzchen kein Teig mehr hängen bleibt ist der Kuchen gut. Das ist bei den kleinen Mengen nach 60 Minuten der Fall)
  6. Aus dem Backofen nehmen, die Deckel mit den Gummiringen aufsetzen und mit Klammern verschließen und noch 30 Minuten bei 100° C einwecken. Vorsicht, die Gläser sind heiß!

Ein Glas war nach dem Einwecken nicht richtig verschlossen, das mußte natürlich zum Probieren dran glauben 😉 Und ich muß sagen: auch wenn der Schokoteig eher wie ein Kloß auf dem hellen Teig hockte, und normaler Marmorkuchen etwas fluffiger ist, der Kuchen schmeckt richtig gut! Ich werde den Teig beim nächsten Mal mit etwas mehr Soja- (oder Hafer-/Dinkel-)milch machen und gucken, ob er etwas weniger kompakt gerät. Ich habe mir vor Jahren, als es den Kuchen im Glas noch zu kaufen gab, mal ein Glas gekauft, und ich denke, der war nicht so gut, wie der selbst gemachte 🙂

Die Semmelbrösel sind übrigens aus alten trockenen Brötchen, die ich mit einer groben Küchenreibe entrinde und dann mit einer feinen Reibe zu Bröseln reibe, selbst gemacht.

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