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P1000546Uschi und Joachim, Gründungsmitglieder des Vegan in Solingen e.V. und Herausgeber des Kochen ohne Knochen Magazines sind dieses Jahr Ackerhelden (http://www.ackerhelden.de) geworden. Da noch einige Parzellen nicht vermietet waren, sind wir auf den fahrenden Zug aufgesprungen, haben ein 40 qm großes Stück des Ackers (#110 von 111) übernommen  bauen  seit Anfang Juni  dort Gemüse an.

Die Idee hinter dem Ackerhelden-System, von dem es mindestens einen weiteren Anbieter (http://www.meine-ernte.de) gibt, ist folgende: für ein Jahr wird für die Saison von April/Mai bis Oktober  eine Parzelle, die mit 22 Reihen Gemüse vorbesetzt ist, für 248 Euro angemietet. 3 weitere Reihen können  aus vorhandenen Samen selber bepflanzt werden. Die Parzellen sind mit ca. 1,5 Meter leider recht schmal und mit ca. 25 Meter recht lang. Der Acker ist in 3 Bereiche zu je 40 Parzellen unterteilt. 4 Bereiche mit je 30 Parzellen wäre sinnvoller gewesen. Ausreichend Gartengeräte stehen in einer mit einem Zahlenschloß gesicherten Gartenhütte bereit und neben den auf der Internetseite des Anbieters vorhandenen Grundinformationen kommen von Zeit zu Zeit mails mit aktuellen Tips und Informationen rum. Für Gießwasser wird auch gesorgt, auch wenn das in den letzten Wochen nicht nötig war.

Der Arbeitsaufwand für eine 40 qm große Parzelle wird mit 1-2 Stunden wöchentlich angeben, der Ertrag soll einen Einkaufswert von etwa der doppelten Miete haben.

Soweit die Theorie. Unsere Parzelle liegt in einem Giersch verseuchten Bereich. Den in den Griff zu bekommen ist praktisch unmöglich, außer der Boden wird 2 Jahre lichtdicht abgedeckt. Zusammen mit dem Entfernen der anderen Beikräuter sind hier eher 4-5 Stunden wöchentlich notwendig. Hinzu kommt dann ja noch der Aufwand für die weiteren Arbeiten. Angenehm ist hingegen, daß gerade dem Laien sehr viele Informationen zur Verfügung gestellt werden, und ein Mitgärtner, der vielleicht auch noch einen kompetenten Eindruck vermittelt, kann ja auch gefragt werden, bei 111 Parzellen ist eigentlich immer jemand anwesend. Wer von Anfang der Saison an Gärtnert und die Betreuung des Ackers nicht schleifen läßt, kommt sicherlich auf eine hohe Ausbeute, einige Gärten machen auf jeden Fall den Eindruck einer grünen Oase. Wir sind leider erst Anfang Juni eingestiegen, da war schon einiges den Bach runter, die Schnecken hatten einige der Setzlinge gefressen und die Beikräuter standen sehr dicht und hoch.

Der therapeutische Wert von Gartenarbeit kann gar nicht genug geschätzt werden, und so kommt neben dem leckeren Gemüse noch einiges an Spaß durch die anfallenden Arbeiten dazu.

Für Gärtner, die sich nicht einen Kleingarten ans Bein binden wollen, sind solche Angebote eine gute Möglichkeit, an tolles Gemüse ranzukommen. Ich persönlich halte Gartenkooperationen für eine noch bessere Möglichkeit, da hier die professionelle Betreuung einfach besser ausfällt.

Heute habe ich 4 turmhohe Salate und knapp 3 Kilogramm violette Kartoffeln geerntet. Die Kartoffeln sind leider zum größten Teil recht mickrig, aber sie schmecken bestimmt voll toll 🙂

IMG_0081 IMG_0085IMG_0087 Ackerhelden gibt es übrigens in  Berlin, Braunschweig, Bremerhaven, Dorsten, Düsseldorf, Freiburg (Süd), Freiburg (West), Mönchengladbach, Niederrhein, Nürnberg, Solingen, Recklinghausen und Wolfsburg.

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